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Blickpunkt Aachen

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Blut und Tränen
Domspringen
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Domspringen
KurparkClassix - BAP

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Aquis Grani - Die Badestadt Aachen
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Karlsmedaille
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Karlspreis
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Kurpark Classix
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Thouet Mundartpreis
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2009

60 Jahre Karlspreis
All Nations Cup
Appaloosa-EM
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CHIO
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Domspringen
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Karlsmedaille
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Kurpark Classix
Pferd und Sinfonie
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Thouet Preisträger 2010
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All Nations Cup
Bernsteinzimmer in Aachen
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Bundessiegerzuchtschau
CHIO
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Domspringen
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Karlsfest
Karlsmedaille
Karlsmedaille aus dem All
Karlspreis
Kulinarische Schnuppertage
Kurpark Classix
Pferd und Sinfonie
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Q8 - Quarterhorses
Rugby Frauen Nationalteam
Salutfestival
Thouet Mundartpreis
Thouet Preisträger 2009
Verdienstkreuz für H. Crott
Weihnachtsmarkt in Aachen

2007

All Nations Cup
Bänkeltage Burtscheid
Besuch Präsident Kroatien CHIO
CHIO Museum
Domspringen
Heiligtumsfahrt
Hengstschau VZAP
Karlsmedaille
Karlspreis
Krönungsfestmahl
Kulinarische Schnuppertage
Kunsthandwerkermarkt
Kurpark Classix
Kurpark Classix Vorschau
Prix Territoria Europe
Q7 - Quarterhorses
Ritterorden an OB Linden
Salutfestival
Sanierung Marktbrunnen
September Special
Städtetag
Thouet Mundartpreis

2006

All Nations Cup
Besuch Margot Wallström
Besuch Minister Breuer
CHIO
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Goldener Ehrenring
Hengstschau VZAP
Horse Parade
Karlsmedaille
Karlspreis
Oldtimertreffen
Paint Horse EM
Q6 - Quarterhorses
Rugby RCA
Salutfestival
Weltreiterspiele 2006

2005

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China am Münsterplatz
CHIO
Karlspreisdiskurs
Karlspreis
Oldtimertreffen
Paint Horse EM
Pferdesegnung
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Vielseitigkeitstest CIC

BLICKPUNKT AACHEN | Helmut Rüland - Fotografie Aachen - Aachen aktuell

Sammlerglück



Ob Rogier van der Weydens "Geburt Christi mit Stifterin" oder Tilman Riemenschneiders "Marientod": Der "Antiquitätenfimmel", wie der westfälische Landrat und Kunstsammler Fritz Thomée (1862-1944) seine Sammelleidenschaft einmal selbst nannte, führte dazu, dass er am Ende seines Lebens über eine Kollektion von etwa 900 exquisiten Werken verfügte. Die meisten davon sind heute im Bungalow seines Enkels Werner Marks untergebracht, das letzte in Privatbesitz erhaltene Beispiel einer bedeutenden großbürgerlichen Kunstsammlung der Gründerzeit. Erstmals seit sechs Jahrzehnten sind ausgesuchte Werke der Sammlung – Gemälde, Skulpturen und kunstgewerbliche Gegenstände – jetzt wieder öffentlich zu sehen. Mit der Ausstellung "Sammlerglück" präsentiert das Aachener Suermondt-Ludwig-Museum "100 Meisterwerke der Sammlung Marks-Thomée". Gezeigt wird eine Auswahl aus der Sammlung von der Antike bis ins 19. Jahrhundert, vom Orient bis nach Spanien. Neben Rogier van der Weyden und Riemenschneider bildet die westfälische Bildhauerei des späten Mittelalters einen Schwerpunkt der Ausstellung. Dazu gesellt sich ein neu entdeckter Kruzifix von Erasmus Grasser, dem Meister der Münchner Moriskentänzer. An der Seite von frühen deutschen Bildern gibt es Gemälde aus dem Goldenen Zeitalter der niederländischen Kunst im 17. Jahrhundert zu sehen. Mittelalterliche Handschriftenilluminationen, Grafiken von Albrecht Dürer sind zusammen mit Federzeichnungen des Spätromantikers Ludwig Richter ausgestellt. Altniederländische Malerei, eine anmutige Nelkenmadonna des italienischen Barock, Lüsterweibchen des 16. Jahrhunderts oder ein vergoldeter Pfauenpokal aus dem 17. Jahrhundert – diese Spitzenstücke haben wie der Rest der Sammlung den Zweiten Weltkrieg heil überstanden. Marks‘ Mutter Margret hatte sie in der Familienvilla eingemauert. Sie "vergötterte ihren Vater", sagt Werner Marks. "Darum hegte und pflegte sie ihr ganzes Leben lang seine Kunstwerke. Nie hat sie etwas verkauft". (Weltkunst 12/2013) Verkäufe wurden auch weitgehend vermieden, nachdem die Sammlung in den 1950er Jahren unter den Erben aufgeteilt worden war. Werner Marks begann Ende der 1990er Jahre damit, Werke von seinen Verwandten zu erwerben und die Sammlung des Großvaters wiederherzustellen. Was bewog den Großvater, eine so bedeutende Privatsammlung zusammenzutragen? Fritz Thomée stammte aus einer Industriellenfamilie. Nach dem Jurastudium trat er in den höheren Verwaltungsdienst ein und wurde 1902 Landrat im Kreis Altena. 1906 heiratete er die Iserlohner Fabrikantentochter Luise Herbers. Und 1906 startete er auch mit dem Wiederaufbau der mittelalterlichen Burg Altena. Für den Burg-Verein stellte er mit halb-öffentlichen Mitteln die museale Sammlung zusammen, die noch heute in der Burg zu sehen ist. Parallel dazu baute Thomée, der schon als Assessor einige mittelalterliche Kunstwerke oder etwa eine Kopie eines Bismarck-Porträts nach Lenbach erworben hatte, seine private Sammlung auf. Thomée kauft Kunst aus dem Aachener Suermondt-Museum Fritz Thomée kaufte im Kunsthandel und auf Auktionen. Eine Gelegenheit, die Insiderkenntnisse erforderte, war der Erwerb einer Vielzahl von Objekten für die Ausstattung von Burg Altena 1913 aus den Beständen des damaligen Suermondt-Museums in Aachen. Das Museum war einige Jahre zuvor mit Hilfe von Alexander Schnütgen durch den Ankauf der Kölner Sammlung des Bildhauers Richard Moest (1841-1906) mit einem Schlag zu einem der wichtigsten Museen nordeuropäischer Skulptur des Spätmittelalters geworden. Ein Teil der Sammlung wurde bald danach, mit Rücksicht auf die beengten Räume und um einen Teil des Kaufpreises zu erlösen, wieder veräußert. Thomée kaufte unter anderem 40 Wandpaneele und zwei Renaissancetüren aus dem Aachener Bestand. Für sich selbst erwarb er eine Predella für 200 Mark – und zwei Leuchterengel für 60 Mark, die sich noch heute in der Sammlung befinden und in der Ausstellung zu sehen sind. 1917 ersteigerte er auf einer Auktion in München noch weitere Stücke aus der ehemaligen Sammlung Moest, die aus den Beständen der Stadt Aachen stammten. Im Laufe des Ersten Weltkrieges kam Thomée in engeren Kontakt mit den Museen in Berlin. Wilhelm von Bode (1845-1929) hatte sich dort durch seine zahlreichen Expertisen als eine Art Clearing-Stelle des zeitgenössischen Kunsthandels etabliert. In den späteren 1920er-Jahren war Thomée ein arrivierter Sammler, der regelmäßig um Leihgaben für Ausstellungen gebeten wurde. Die Bedeutung seiner Sammlung zeigte sich auch 1927 in der Anfrage von Ernst Gosebruch, Direktor des Essener Folkwang-Museums, ob die Kollektion nicht an sein Museum gestiftet werden könne. 1932 enden die Eintragungen im Eingangsinventar, das Thomée seit 1900 führte. Der schmale Band war vollgeschrieben und quoll über von eingelegten, dicht beschriebenen Blättern. Von nun an wird es schwieriger, die Erwerbungen und Verkäufe chronologisch zu verfolgen. In der Familie hat sich jedoch ein weiteres Inventarbuch erhalten, das bei der Vorbereitung der Ausstellung erstmals ausgewertet werden konnte. Es verzeichnet die vollständige Sammlung beim Tod Thomées und macht die späteren Erwerbungen transparent. Die Ausstellung "Sammlerglück" ist ein exklusives, temporäres Museum-im-Museum – an kongenialer Stelle. Die Gründerzeitvilla "Haus Cassalette", in der das Suermondt-Ludwig-Museum untergebracht ist, beherbergt die städtischen Kunstsammlungen, deren Grundstock großbürgerliche Sammler stifteten. Sie sammelten zur selben Zeit, in der auch Fritz Thomée seine Kunstwerke erwarb. (Quelle: Pressemappe Stadt Aachen Fachbereich Presse und Marketing v. 10.03.2015) (hr / 11.03.15 - 20:40)

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